Döhler_Group - DBN-Architekten

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Projekte

Döhler Group
Darmstadt


Die filigranen Kuben der beiden Bauabschnitte geben der vormals gesichtslosen
Gewerbestraße eine klare räumliche Kontur und ein einheitliches Gestaltungs-
thema mit interessanten Einblicken und variierenden Lichtstimmungen.

Wirtschaftliche Weißbeton-Fertigteile und die systematische Metall-Glas-Außenhaut
bestimmen Außenerscheinung und Innenraum. Eine sommerlich kühle Glas-
fassade: Die tiefen, thermisch aktiven Vertikalpfosten absorbieren den Wärme-
überschuss an der Fassadeninnenseite und schützen vor der Blendung des
flachen Ost/Westlichtes, während sich die steile Mittagssonne an den Spezialgläsern
der Südfassade reflektiert.
Die leichte Ablüftung des 40 cm tiefen Fassadenraumes zwischen Glas und
Blendschutz-Screen ist zusätzlich für die Nacht-Entwärmung des Gebäudes einsetzbar.


Gebäudedaten

EG/Basement: Eingangshalle, Kantine, Sääle und Kundenlabore
Obergeschosse: Büroflächen und Besprechungsräume
Daten Neubau und Instandsetzung:

Bruttogrundfläche: 10.750 m²
Bruttorauminhalt: 50.000 m³
(einschl. gebäudehoher Eingangshalle)

Döhler Group, Riedstraße 7-9, 64295 Darmstadt


Entree, Treffpunkt und Zentrum der Kommunikation:
Anstelle eines abgeböschten Vorgartens umschließen heute das einbündig
vorgesetzte "Büro-Regal" und die überarbeitete Bestandsfassade eine lichte,
kundenfreundliche Eingangshalle, die in die Cafeteria/Kantine übergeht. Die
in der neuen Bekleidung des Bestandes geführte Gebäudetechnik versorgt die
angrenzende Nutzflächen und die Halle mit Frischluft und indirektem Licht.


Die ehemals weitläufig erschlossene Zellenbüros der Bestandsetagen
gruppieren sich nun in einem transparenten, kommunikativen Miteinander
zusammen mit meeting point und Besprechungszonen um die zentrale
Halle. Von hier aus wurden kurzwegige Verbindungen zu den Forschungs-
laboren und Produktionsbereichen realisiert.
Die westliche Stirnfassade zeigt das Anbauprinzip, mit dem auf 75 m
Länge 3.200 m² Erweiterungsfläche ohne Baulandverbrauch im Kernbereich
bereitgestellt werden konnten.


Großzügige Transparenz und Überblick im Stehen und Gehen wechseln mit unge-
störter Konzentration der Arbeitsplätze in Sitzaugenhöhe. Die unbehandelten,
matt glänzenden Weißbeton-Fertigteile der kragenden Flure und die Ganzglas-
Brüstungen sind wirtschaftlich und elegant zugleich.
Die thermisch aktiven Fassadenpfosten der raumhohen Glasfassade reagieren
zusammen mit den Deckensegeln als Heiz-/Kühlelemente auf die äußeren
Klimabedingungen, so dass die Luftwechselrate praktisch auf den Frischluftbedarf
reduziert werden kann.


Tageslichteinfall in der linearen Fuge zwischen Neubau und Bestand und
der helle portugiesische Kalksteinboden erlauben eine gleichwertige
Einbeziehung des Untergeschosses als Verfügungsfläche für Ausstellungen
und als Aufenthalt während der Sitzungspausen.
Die Wurzelräume der Bäume in der Eingangshalle und das Tragwerk
der Zwischendecke wurden zu einer integrierten Gestalt vereint.


Für Generalversammlung, Schulung, Tagungen, Feiern und Feste bieten die
neue Kantine in Verbindung mit der Eingangshalle und der große Saal im
Untergeschoss Raum, Infrastruktur und Atmosphäre.
Der mit Weißbeton-Fertigteilen gebildete Lichtgraben und ein heller Kies-
belag lenken volles Tageslicht in den großen UG-Sitzungsraum und geben ihm
eine introvertierte, konzentrative Stimmung.


Präzision und Transparenz in den Abläufen, flache Hierarchien und
Offenheit im Miteinander, Natürlichkeit und Innovation in den Produkten -
diese Leitbilder des Unternehmens suchten ihre Entsprechung in der
Architektur.
Die Kontinuität einer straffen Glasfassade in der Südpuffer-Variante des
Labortraktes bzw. in der Kühlfassade des Bürogebäudes, Material-Identität
und der Verzicht auf jegliche pathetische Geste ergaben ein freundliches
signifikantes Gebäude für diese Inhalte und eine motivierende Aufwertung
des städtischen Umfeldes.

 
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